Ein sinkender Wasserdruck ist bei Heizungen normal – über Monate entweicht etwas Luft und Wasser aus dem System. Zeigt das Manometer aber deutlich unter 1 bar, werden vor allem die oberen Heizkörper nicht mehr richtig warm. Dann sollten Sie nachfüllen. Bei den meisten Anlagen ist das eine Sache von Minuten.
Der richtige Druck
Als Faustregel gilt im Einfamilienhaus ein Ruhedruck von etwa 1,0 bis 1,5 bar. In mehrgeschossigen Häusern darf es etwas mehr sein. Den genauen Sollwert finden Sie oft auf einem Aufkleber an der Anlage oder in der Bedienungsanleitung.
Schritt für Schritt
- Heizung abkühlen lassen. Am besten bei kalter Anlage arbeiten – der Druck schwankt sonst mit der Temperatur.
- Füllschlauch anschließen. Es gibt einen Füll- und Entleerungshahn (KFE-Ventil), meist unten an der Therme. Schlauch an den Wasseranschluss und an das Ventil anschließen, Schlauch vorher mit Wasser füllen (damit keine Luft ins System kommt).
- Langsam auffüllen. Ventil vorsichtig öffnen und das Manometer im Blick behalten. Bei Erreichen des Sollwerts sofort schließen – lieber etwas weniger als zu viel.
- Schlauch entfernen und Heizkörper bei Bedarf entlüften. Danach den Druck noch einmal prüfen und ggf. leicht nachfüllen.
Worauf Sie achten sollten
- Nicht überfüllen. Zu hoher Druck lässt das Sicherheitsventil abblasen – dann tropft es, und Sie verlieren wieder Wasser.
- Nur bei kalter Anlage arbeiten und den Sollwert nicht überschreiten.
- Neuere Anlagen haben teils eine automatische Nachspeisung – hier müssen Sie nichts tun.
Wenn der Druck immer wieder fällt
Einmal im Jahr nachfüllen ist normal. Müssen Sie alle paar Wochen nachfüllen, stimmt etwas nicht – eine Undichtigkeit, ein defektes Ausdehnungsgefäß oder ein abblasendes Sicherheitsventil. Das gehört geprüft, sonst wird aus dem kleinen Problem ein teures.
Wenn Sie unsicher sind oder der Druck ständig abfällt: Melden Sie sich bei uns. Solche Dinge findet die jährliche Wartung frühzeitig – bevor mitten im Winter der Heizkörper kalt bleibt. Passt dazu: Heizung wird nicht warm – die häufigsten Ursachen.