Wandheizung im Altbau nachrüsten: Was möglich ist – und was nicht

Altbauten haben ihren Charme – aber oft auch veraltete Heizsysteme. Wer auf Wärmepumpe umstellt und dabei von niedrigen Vorlauftemperaturen profitieren möchte, kommt an einer Flächenheizung kaum vorbei. Fußbodenheizung scheidet im Altbau aber häufig aus: Wertvoller Dielenboden, niedrige Deckenhöhen oder Gewölbekeller lassen keinen Aufbau zu.

Die Alternative: Wandheizung.

Welche Wände eignen sich?

Nicht jede Wand ist gleich geeignet. Die besten Voraussetzungen bieten:

  • Massivwände aus Ziegel, Kalksandstein oder Beton: Gute Wärmespeicherung, einfaches Einbetten der Rohre im Putz
  • Außenwände: Besonders wirksam, weil die Wärme direkt von der kältesten Seite kommt
  • Innenwände: Möglich, aber weniger effizient als Außenwände

Ungeeignet: Leichbauwände, Gipskarton, Holzwände oder Wände mit Feuchtigkeitsproblemen.

Wie läuft die Nachrüstung ab?

Eine klassische Wandheizung im Bestand wird in den Putz eingebettet:

  1. Planung: Rohrverlegung wird geplant, Heizlast berechnet, Anschluss an bestehenden oder neuen Heizkreis
  2. Putz abschlagen: Der alte Putz wird auf der vorgesehenen Fläche entfernt
  3. Rohre verlegen: Heizrohre werden in gleichmäßigem Abstand fixiert
  4. Neu verputzen: Mineralischer Putz wird aufgetragen – er leitet die Wärme gut und ist diffusionsoffen
  5. Anschluss: Anbindung an den Heizungskreis, Entlüftung, Druckprobe
  6. Inbetriebnahme: Langsames Aufheizen der Wandfläche

Je nach Umfang dauert die Nachrüstung eines Raumes 2–4 Tage. Bei einer ganzen Etage entsprechend länger.

Was kostet die Nachrüstung?

Die Kosten hängen von Wandfläche, Putzaufbau, Zugänglichkeit und gewünschter Ausstattung ab. Als grobe Orientierung für einen Wohnraum mit ca. 15 m² Wandfläche:

  • Materialkosten (Rohre, Putz, Befestigung): 400–700 €
  • Montage und Anschluss: 600–1.200 €
  • Malerarbeiten danach: separat

Bei einer Gesamtsanierung mit mehreren Räumen und gleichzeitigem Heizungstausch lassen sich Synergien nutzen – wir koordinieren das gerne.

Wandheizung und Energieeffizienz im Altbau

Viele Altbauten sind schlechter gedämmt als Neubauten – das bedeutet, die Heizlast ist höher und die Fläche der Wandheizung muss entsprechend größer sein. Wir berechnen das sorgfältig, damit das System am Ende auch wirklich warm wird.

Tipp: Wandheizung und Außendämmung ergänzen sich gut. Wer beides kombiniert, kann die Vorlauftemperatur weiter senken – und damit die Wärmepumpe noch effizienter betreiben.

Bauklempnerei Stöver: Wandheizung im Bestand

Wir haben Erfahrung mit Altbauten im Landkreis Harburg – von alten Hofgebäuden bis zu Reihenhäusern der 1970er Jahre. Wenn Sie wissen möchten, ob eine Wandheizung für Ihr Gebäude in Frage kommt, kommen wir gerne vorbei und schauen es uns an.

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Weiterführend: Wandheizung: Was ist das und wann macht sie Sinn?

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